Ja – ältere Drohnen **ohne C-Klassen-Label** (sogenannte **Bestandsdrohnen**) darfst du weiterhin in der offenen Kategorie fliegen. Es kommt aufs **Gewicht** an, denn das bestimmt deine Unterkategorie.

Maßgeblich ist **Artikel 20 der EU-Durchführungsverordnung (EU) 2019/947** – für Drohnen, die **vor dem 1. Januar 2024** in Verkehr gebracht wurden, kein C-Label haben und nicht selbst gebaut sind:

- **Unter 250 g** → Unterkategorie **A1**. Für Drohnen unter 250 g ist kein Kompetenznachweis vorgeschrieben.
- **250 g bis unter 25 kg** → Unterkategorie **A3** (weit weg von Menschen, mind. 150 m zu bebauten Gebieten). Dafür brauchst du mindestens den **A1/A3-Kompetenznachweis**.

Das betrifft die meisten älteren Mavic-, Air- oder Phantom-Modelle (ab 250 g) → A3.

**Muss ich meine alte Drohne „zertifizieren" oder „nachrüsten"?** Nein. Ein C-Label wird nachträglich **nicht** vergeben; die Einstufung läuft allein übers Gewicht. Eine „Zertifizierung" ist weder nötig noch möglich.

**Die alte Übergangsfrist ist abgelaufen:** Bis **31. Dezember 2023** galt eine großzügigere Regelung (z. B. unter 2 kg mit 50 m Abstand); sie ist **ausgelaufen**. Auch die deutsche LBA-Allgemeinverfügung vom 28.07.2022 war bis **31.08.2023** befristet. Seitdem gilt dauerhaft Artikel 20.

**Sonderfall Tier-/Wildtierrettung:** Über land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen darfst du zu Tierschutz-/Wildtierrettungszwecken (z. B. Rehkitzrettung) näher als 150 m fliegen. Details: [Darf ich zur Wildtierrettung näher als 150 m an bebaute Gebiete fliegen?](https://support.copteruni.com/hc/copteruni-support/articles/tierschutz-wildtierrettung)

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*Rechtsgrundlage: DVO (EU) 2019/947, Artikel 20 (Einordnung Bestandsdrohnen) und Artikel 22 (Übergangsfrist bis 31.12.2023); UAS.OPEN.040 (150 m in A3).*
