**Maximale Flughöhe: 120 Meter** über dem Boden (dem nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche). Bei hügeligem Gelände misst du die 120 m vom Boden direkt unter der Drohne. Sonderfall: In 50 m horizontalem Abstand zu einem **künstlichen Hindernis über 105 m Höhe** darfst du **nur mit Erlaubnis des Hindernis-Verantwortlichen** bis 15 m über dessen Höhe steigen.

Du musst die Drohne immer in **direkter Sichtweite (VLOS)** behalten. Wie du deine maximale VLOS-Distanz berechnest, erklären wir hier: [VLOS-Distanz der Drohne berechnen](https://www.copteruni.com/blog/vlos-distance-drohne-berechnen).

**Abstand zu unbeteiligten Personen – je nach Unterkategorie:**

**A1 (C0 / C1 / unter 250 g):**

- **Nie über Menschenansammlungen.**
- Mit C0 oder einer Drohne unter 250 g darfst du über einzelne unbeteiligte Personen fliegen, solltest es aber möglichst vermeiden.
- Mit **C1** gilt: Du fliegst bewusst nicht über unbeteiligte Personen. Passiert ein Überflug doch einmal unbeabsichtigt, ist das nicht verboten – du fliegst dann aber so schnell wie möglich wieder weg und hältst die Zeit über der Person so kurz wie möglich.

**A2 (C2):**

- Mindestens **30 m horizontaler Abstand** zu unbeteiligten Personen.
- Reduzierbar auf **mindestens 5 m**, wenn die Drohne einen aktiven **Langsamflugmodus** hat und du Wetter, Leistung und Umgebung beurteilt hast.
- Faustregel **„1:1-Regel"**: Der seitliche Abstand sollte mindestens so groß sein wie die Flughöhe (30 m hoch → mind. 30 m Abstand).

**A3 (C2 / C3 / C4 – freiwillig auch C0/C1):**

- Du fliegst nur dort, wo mit Sicherheit keine unbeteiligte Person gefährdet wird.
- Mindestens **150 m Abstand** zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten.

**Wichtig für Deutschland – die geografischen Gebiete nach §21h LuftVO:**

Über die EU-Regeln hinaus legt Deutschland in **§21h Luftverkehrs-Ordnung** geografische Gebiete mit eigenen Beschränkungen fest, die **Vorrang** haben. Auszug:

- **Bundesfernstraßen (Autobahnen), Bundeswasserstraßen, Bahnanlagen:** seitlich 100 m Schutzbereich – Flug nur unter besonderen Bedingungen (Zustimmung des Betreibers bzw. definierte Höhen-/Abstandsregeln).
- **Naturschutzgebiete:** grundsätzlich gesperrt – Ausnahme u. a. nur mit Zustimmung oder ab 100 m Höhe und zweckgebunden (nicht zur Freizeit).
- **Wohngrundstücke:** nur mit Zustimmung des Eigentümers – oder mit einer Drohne unter 250 g ohne Sensor.
- **Flughäfen/Flugplätze, Kontrollzonen, Industrieanlagen, Behörden, Krankenhäuser, Einsatzorte** u. a.: jeweils eigene Schutzbereiche und Zustimmungspflichten.
- Gesetzestext: [§21h LuftVO](https://www.gesetze-im-internet.de/luftvo_2015/__21h.html)

Die EASA nennt für den Überflug von Straßen „Best Practices" – in Deutschland sind aber die geografischen Gebiete nach §21h LuftVO verbindlich. **Prüfe aktuelle Zonen vor jedem Flug in der DFS-Drohnen-App bzw. -Karte.**

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*Rechtsgrundlage: DVO (EU) 2019/947, UAS.OPEN.010/020/030/040; §21h LuftVO; EASA Guidelines open/specific (Issue 03).*
