Ja – für **Tierschutz und Wildtierrettung** gibt es in Deutschland eine Sonderregelung, die vom normalen 150-Meter-Abstand der Unterkategorie A3 abweicht.

Seit dem **20. November 2024** gilt eine **Allgemeinverfügung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV)**: Über **land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen** sind geografische Gebiete zum Zweck des Tierschutzes und der Wildtierrettung eingerichtet.

**Was gilt dort konkret?**

Innerhalb dieser Gebiete darfst du mit einer Drohne von **250 g bis 25 kg** in der offenen Kategorie (Unterkategorie A3) **vom Mindestabstand 150 m** zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- oder Erholungsgebieten **abweichen**. Stattdessen gilt:

- Der seitliche Abstand zu diesen Gebieten muss **stets größer als 10 Meter** sein, **und**
- der seitliche Abstand muss **stets größer als die aktuelle Flughöhe** der Drohne sein.

**Wichtige Bedingungen:**

- Die Erleichterung gilt **nur**, wenn du die Drohne **ausschließlich für Tierschutz- bzw. Wildtierrettungszwecke** einsetzt (z. B. Rehkitzrettung mit Wärmebildkamera). **Nicht** zu Sport- oder Freizeitzwecken.
- Sie gilt **über land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen**.
- Gerade deshalb ist diese Regelung wichtig: Viele Rettungsdrohnen sind **Bestandsdrohnen ohne C-Klasse** und müssten sonst überall 150 m Abstand halten – in der zersiedelten deutschen Landschaft wäre eine Wildtierrettung damit oft unmöglich.

Hast du eine Drohne **ohne C-Label**? Wie du sie generell einordnest, liest du hier: [DJI Mavic/Mini/Phantom ohne C-Label – darf ich die noch fliegen?](https://support.copteruni.com/hc/copteruni-support/articles/bestandsdrohnen-ohne-c-label)

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*Rechtsgrundlage: BMDV-Allgemeinverfügung „Einrichtung von geografischen Gebieten zum Zwecke des Tierschutzes und der Wildtierrettung" (gültig ab 20.11.2024, §21h Abs. 4 LuftVO; Abweichung von UAS.OPEN.040(2)).*
